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CALL Magazine > Inspiration > Jedermann Philipp Hochmair: Ich brauche den Exzess!
Inspiration

Jedermann Philipp Hochmair: Ich brauche den Exzess!

Philipp Hochmair war der Star des Sommers 2025. Als Salzburger Jedermann dominierte er Publikum und Medien. Wie geht es nun weiter? Ein Gespräch über Exzess, Pathos, Ekstase, den ganz normalen Wahnsinn – und wie man trotzdem am Boden bleibt.

Georg Kindel
Georg Kindel  - Chefredakteur vor 4 Tagen
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8 Minuten Lesezeit
Nur für das CALL-Fotoshooting baden gegangen: Philipp Hochmair am Zenit seiner Karriere, fotografiert von Celin May für CALL im SO/ Vienna, in Outfits von Peek & Cloppenburg (Foto: CALL Magazine/Celin May)
Nur für das CALL-Fotoshooting baden gegangen: Philipp Hochmair am Zenit seiner Karriere, fotografiert von Celin May für CALL im SO/ Vienna, in Outfits von Peek & Cloppenburg (Foto: CALL Magazine/Celin May)
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Sie wurden als Salzburger Jedermann umjubelt, nicht nur auf dem Domplatz, sondern auch mit der „Elektrohand Gottes“ und Kurt Razelli, waren Dauergast in den Medien. Sind Sie Schauspieler oder längst eine selbst erfundene Kunstfigur?

Ich bin Schauspieler und spiele den Jedermann am Domplatz und zusätzlich in unterschiedlichen Bandformationen. Es ist unglaublich schön, dass der Sommer so gut gelaufen ist. 

Der „Jedermann“ ist Ehre und Last zugleich. Was hat er Ihnen persönlich in diesem Sommer abverlangt? Oder ist er einfach zur bloßen Routine geworden?

Es ist eine Ehre, aber keine Last, und Routine schon gar nicht. Ich spiel ein Stück gern öfters. Also dieses erkämpfte Terrain gebe ich nicht so gern her. Und das war dieses Jahr eine Vertiefung. Es war einfach eine Verbesserung des Ganzen. Und unglaublich schön die Premiere.

Philipp Hochmair beim CALL-Fotoshooting im SO/ Vienna (Foto: CALL Magazine/Celine May)
Philipp Hochmair beim CALL-Fotoshooting im SO/ Vienna (Foto: CALL Magazine/Celin May)

Hatten Sie trotzdem das Gefühl, dass Sie manchmal eine Kleinigkeit verändern müssen, nur damit Sie sich nicht wiederholen?

Ich wiederhole mich sowieso nie. Ich verändere ja sowieso dauernd alles, was geht. Und im Rahmen dieser sehr eng gesteckten Slalom-Stangen muss ich Freiheit finden.
„Finde die Freiheit zwischen den engen Slalomstangen!“, das war das Motto dieses Sommers.

Wie gehen Sie mit der Mischung aus Euphorie und Erschöpfung in dieser intensiven Zeit um?

Beides ist für mich untrennbar: die Euphorie hat den Preis der Erschöpfung.

Wenn man so im Fokus der Medien und der Öffentlichkeit ist, stellt man sich da nicht auch mal die Frage: „Glaube ich den Hype selbst schon zu sehr?“

Der Hype war da und sehr real. Ob ich ihn jetzt glaube oder nicht, ist, denke ich, irrelevant.

Mögen Sie es, wenn die Menschen Sie ansprechen? Oder ist es Ihnen auch manchmal zu viel?

Natürlich mag ich das sehr, aber ich habe auch einen Alltag zu bewältigen. Und das ist dann vielleicht der Balance­akt: Wie kann ich jetzt mal privat was einkaufen gehen oder einfach nur mal was erledigen? 

Ohne dass jemand „Jedermann!“ im Supermarkt ruft.

Das ist ja auch okay, aber dass das nicht immer gleich ein Happening ist. Ich bin halt auch nur ein Mensch, der eine Zahnbürste braucht, einen Apfel oder so. Es hat in Salzburg begonnen, also im Off-Theater in Salzburg. Und wenn ich dort durch die Straßen laufe, erinnere ich mich natürlich, was da alles passiert ist und wo das hinging. Und wie ich dann vom kleinen Anfänger im kleinen Theater im Nonntal jetzt plötzlich Jedermann sein darf, das ist schon eine spannende Geschichte. Man hat so ein Gefühl von Gleichzeitigkeit. Das fühlt sich an, als wäre das im selben Atemzug passiert, obwohl da fast 30 Jahre dazwischen liegen.

Die Erleuchtung. Doch was kommt danach? Philipp Hochmair posiert gekonnt für CALL (Foto: CALL Magazine/Celine May)
Die Erleuchtung – doch was kommt danach? Philipp Hochmair posiert gekonnt für CALL (Foto: CALL Magazine/Celin May)

Welches Kompliment nervt Sie am meisten?

Dass ich mir angeblich so viel Text „auswendig“ merken kann. 

Spüren Sie manchmal die Gefahr, vollkommen abzuheben? Was erdet Sie?

An heißen Sommertagen besteht durchaus die Gefahr, das Gefühl zu haben, am Domplatz „abzuheben“. Da hilft am besten der Sprung ins eiskalte Wasser.

Wenn der letzte Vorhang gefallen ist, die Rollläden in Salzburg heruntergelassen wurden: Fällt man nach einem solchen Triumph in ein Loch?

Natürlich, damit muss man umgehen lernen. Aber das betrifft nicht nur mich, sondern das ganze Festspiel-Team. Die haben alle Unglaubliches geleistet, und nach so einem wilden, intensiven Sommer geht es da allen ganz ähnlich.

Wie geht es bei Ihnen jetzt weiter? Was ist geplant?

Ich drehe in diesem Jahr noch eine weitere Folge „Blind ermittelt“ und präsentiere meine Biografie in unterschiedlichen Bühnenformaten im In- und Ausland. Der „Jedermann“ war auch der Anlass, dieses Buch zu machen (Anm.: Philipp Hochmairs Autobiografie heißt „Hochmair, wo bist Du?“, verfasst mit Katharina von der Leyen). Der ursprüngliche Gedanke war, dass mich die Autorin einfach in diesem „Jedermann“-Sommer begleitet und da eine Geschichte draus macht. Und das ist halt immer größer geworden. Also inspiriert von der Idee, dass Yasmina Reza Nicolas Sarkozy begleitet und daraus ein Buch schreibt. Und so haben wir gedacht, ein Sommer mit „Jedermann“ könnte eine ganz gute Vision sein, dass man da mal zeigt, was da alles los ist und was man da erlebt und wie man da seinen Tag zubringt. Letztes Jahr waren es ja drei Monate. Ich finde, so drei Monate in Salzburg zu überleben und da wirklich zu performen, die Hitze, die ganzen PR-Termine, die Selbsterfahrung, das sind schon irre Zustände. Das fand ich erzählenswert. Und aus diesem Ausgangspunkt ist halt was Größeres geworden.

The King of Posing: Philipp Hochmair (Foto: CALL Magazine/Celine May)
The King of Wishful Thinking: Philipp Hochmair (Foto: CALL Magazine/Celin May)

Der „Jedermann“ hat Sie in neue Popularitätssphären katapultiert, was Ruhm und Bekanntheit anbelangt. Wie sind Sie damit umgegangen? Haben Sie sich darin gebadet?

Also, man muss das erst mal annehmen und zulassen und dann noch einen Schritt weiter gehen, sich da reinschmeißen und dann da auch darauf surfen. Ich bin ja 2018 in der Rolle eingesprungen, und da haben mir die Leute gesagt:  „Das war einzigartig,
lass lieber die Finger von einer regulären ‚Jedermann‘-
Inszenierung oder von einem regulären Angebot.“ Das habe ich natürlich nicht so gemacht, weil das hat das Ganze noch mal verschönert, verbessert, vertieft und somit ist dieses Einspringen auch ein bisschen verblasst. Jetzt ist das nicht mehr wichtig.

Ist es schwerer, vom Erfolg berauscht oder danach wieder ernüchtert zu werden?

Es ist doch ein schönes Gefühl, vom Erfolg berauscht zu werden. Und danach wieder in einen anderen Alltag zurückzufinden, ist sicher nicht immer einfach.

Wenn man Sie mit „Jedermann Reloaded“ auf der Bühne sieht, fragt man sich: Brauchen Sie den Exzess, um sich lebendig zu fühlen? 

Ja, ich brauche ihn.

Was wäre eigentlich das am ehesten mögliche spießige Leben, das Sie führen könnten?

Bauer vielleicht? Ja, das wäre ein super Kompromiss. Da hat man ja auch einen gewissen traditionellen Auftrag, sag ich jetzt mal, oder eine Verpflichtung, im Landleben zu funktionieren oder Traditionen zu folgen. Das fände ich einen guten Kompromiss.

Sind Sie süchtig nach Applaus, nach Ekstase, nach Wahnsinn, den Ihnen Brandauer ja geraten hat zuzulassen? 

Nein, ich bin nicht nach Applaus süchtig. Das wird erfolgreichen Schauspielern schnell nachgesagt. Brandauer hat mich im Schauspielunterricht ermutigt, ich selbst zu sein und meine eigenen Grenzen zu überwinden. Und das war ein großes Geschenk von ihm an mich. 

Philipp Hochmair (Foto: CALL Magazine/Celine May)
Philipp Hochmair (Foto: CALL Magazine/Celin May)

Ist das Exzessive auf der Bühne auch Teil Ihrer Persönlichkeit abseits davon?

Das müssen andere beurteilen. Ich kann das nicht einschätzen. Vielleicht gibt’s ja in meiner Biografie eine gute Antwort darauf zu finden?

Was bleibt von Philipp Hochmair, wenn man den Applaus, das Pathos, die Pose wegnimmt?  Hochmair, wer bist du?

Ich bin erst mal nur Schauspieler. Vor dem Sommer auf dem Domplatz und genauso danach! Pathos und Pose machen, denke ich, nicht unbedingt meine private Persona aus. 

Ihr Bruder Max ist Onko­loge in Wien, hat Kinder, Familie. Gibt es Momente, wo Sie gerne mit ihm tauschen würden? 

Ich bewundere ihn für seine Fähigkeiten und liebe ihn über alles. Aber tauschen kann ich gar nicht mit ihm, weil wir so unterschiedliche Leben führen. 

Liegt im Verhältnis zu ­Ihrem Bruder auch irgendwie eine Dankbarkeit, dass er das Traditionelle erledigt hat und Sie dann nicht mehr mussten?

Also, der Gedanke ist jetzt nicht so da. Aber natürlich
ist das wahrscheinlich auch ein gewisses Gleichgewicht, das sich da eingestellt hat, dass da einer das geregelte Leben führt und ich dann vielleicht auch deshalb ein ungeregeltes Leben leichter machen kann, ohne meinen Eltern gegenüber ein schlechtes Gewissen zu haben – was ich ja gar nicht habe.

Sie sehnen sich nie danach, nur Privatmensch zu sein?

Ja und nein. Also, ich finde das eher langweilig, Alltag zu bestreiten, das interessiert mich überhaupt nicht. Das ist ja auch das Tolle am Künstler sein, dass man da eine Art Firewall hat gegen Dinge, die einem nur die Kanäle verstopfen. 

Philipp Hochmair auf dem Cover der CALL-Ausgabe 03-04/2025 im Herbst 2025 (Foto: CALL Magazine/Celin May)
Philipp Hochmair auf dem Cover der CALL-Ausgabe 03-04/2025 im Herbst 2025 (Foto: CALL Magazine/Celin May)

Das große Verständnis Ihrer Eltern für Ihren Berufswunsch war nicht sofort da?

Nein, das ist ja wahrscheinlich auch schwer als Elternteil. Selbst wenn du aus der Theaterwelt kommst, hast du wahrscheinlich genauso Angst um das, was dann passieren kann. Ich habe ja keine Kinder, aber ich wüsste nicht, ob mich das jetzt glücklich machen würde, wenn mein Kind sagt, es will Schauspieler werden.

Sie sind neben einem Friedhof aufgewachsen und Ihre erste künstlerische Ausdrucksform war das Zeichnen und Malen, speziell auch von Kreuzen, die man heute in Ihren „Jedermann Reloaded“- Aufführungen sehen kann.

In diesem engen Elternhaus, in dem ich aufgewachsen bin, war das Blatt Papier die Bühne, durch die die innere Welt nach außen gekommen ist, und durch die Schauspielschule hat sich das dann geöffnet, zuerst im Theater, dann im Film. Also eine sehr klare Bewegung vom ganz Kleinen zum immer Größeren. 

Ist da auch Einsamkeit in Ihrem Leben? 

In jedem Leben gibt es Einsamkeit, so auch in meinem.

Gibt es für Sie eine künstlerische Grenze, die Sie nicht überschreiten würden?

Nein, mir ist bisher noch keine begegnet.

Was ist für Sie gefährlicher: Langeweile oder Applaus?

Langeweile.

Würden Sie sich selbst als Narzissten bezeichnen?

Ich denke, in jedem Performer, in jedem Schauspieler steckt ein Narzisst.  

Philipp Hochmair, fotografiert von Celin May im SO/ Vienna für CALL Magazine, in Outfits von Peek & Cloppenburg
Philipp Hochmair, fotografiert von Celin May im SO/ Vienna für CALL Magazine, in Outfits von Peek & Cloppenburg

Lassen Sie uns noch mal zum „Jedermann“ zurückkehren, der Ihr Jahr geprägt hat. Wenn man an René Benko oder Elon Musk denkt, an all den Irrsinn, den wir gerade erleben: Bestimmt Geld zu sehr unser Leben, ist es auch für den Verfall unserer Welt verantwortlich? Schauen Sie in eine düstere Zukunft?

In schaue in eine düstere Zukunft. Und diese Gier nach Geld und überhaupt diese Mischung aus Gier und Dummheit der Menschen, die führt zu einer Katastrophe. Goethe hat das vorausgesehen in „Faust II“, in „Faust I“ sowieso auch schon. In „Faust I“ sieht man die Brutalität der Menschen untereinander, das Töten der Liebe sozusagen. Das System in „Faust I“ und die Zerstörung der Welt in „Faust II“ also die Idee, dass der Mensch die Dampfmaschine erfunden hat und Papiergeld, hat Goethe so hochrechnen können, dass er erkannt hat, wo unsere Welt jetzt aktuell steht. Und diese ganzen Wirtschaftskrisen und Naturkatastrophen werden ja im „Faust II“ schon visioniert. Das fand ich halt toll, dass anhand dieser zwei Tools alles erschließbar wird: Die Dampfmaschine, die Beschleunigung des Menschen, die Orts-Ungebundenheit, und Papiergeld. Dass man eben überall seine Werte hat und man völlig ortsungebunden agieren kann, was wir ja tun, wenn wir mit dem Handy alles regeln, Geld hin und her schicken und Tickets buchen. Das macht halt die Welt kaputt, glaube ich. Und Musk und Trump sind ein super Beispiel, die zwei sind auch wie Faust und Mephisto. Ein super gestörtes Couple.

Das ist ja eigentlich das Irre, dass das heute wirklich reale Politik ist, aber wirkt, wie aus einer völlig absurden Inszenierung genommen.

Interessant ist, wer wer ist? Ich würde fast sagen, dass Musk der Faust ist und Trump der Mephisto. 

Gibt es in Ihrem Leben eine Liebe, die stärker ist als die Bühne?

Ja, gibt es.

Wie schwer fällt es Ihnen, sich fallen zu lassen – ohne Performance, ohne Rolle?

Ich kann mich im Leben auch ohne Performance und Publikum sehr gut fallen lassen. Und der Beruf hat diese Fähigkeit sicher auch noch begünstigt.

Woran sind Sie fast zer­brochen?

An der Rolle des Heydrich in der Wannseekonferenz (Anm.: Philipp Hochmair spielte im 2022 gedrehten Film „Die Wannseekonferenz“, bei der die „Endlösung“ beschlossen wurde, den Kriegsverbrecher Reinhard Heydrich). 

Philipp Hochmair (Foto: CALL Magazine/Celine May)
Philipp Hochmair (Foto: CALL Magazine/Celin May)

Der „Jedermann“ lebt vom Tod. Haben Sie manchmal Angst, dass die Rolle Ihren eigenen Zenit markiert?

Wenn man jeden Abend sterben muss, denkt man zwangsläufig darüber nach, wie es wäre, genau in dem Moment wirklich zu sterben.

Ist es anders, wenn der Tod plötzlich engelsgleich und jung ist wie mit Dominik Dos-Reis im „Jedermann“? 

Also ich finde ihn ganz toll und einen sehr hübschen, tollen Schauspieler. Ich schau ihn sehr gern an. Aber ob jetzt da ein Gerippe steht oder ein junger Engel, macht für mich als Spieler wenig Unterschied. Ich schaue mir gerne diese alten Inszenierungen an.

Otto Sander mit Totenkopf.

Noch früher, diese richtigen Gerippe wie in der Geisterbahn, so große Knochenmänner, das hat schon was. Beides hat seine Berechtigung. Ich finde aber, heute wär so ein Geisterbahngerippe vielleicht nicht so interessant, jetzt haben wir was Moderneres, was intelligenter ist.

Ein Geisterbahn-Gerippe hätte Sie vielleicht zum Lachen gebracht. 

Ja, vielleicht. Aber auch das wäre gut. Man kann ja dar­über lachen und dann trotzdem sterben.

Was würden Sie heute bereuen, wenn morgen alles vorbei wäre?

Je ne regrette rien.

Ist Philipp Hochmair in Wahrheit nur die größte Rolle, die Sie je gespielt haben?

„Philipp Hochmair“ ist die Summe aus allen Rollen, die er je gespielt hat und allem, was er je erlebt hat. Ein Mensch und ein Schauspieler, aber sicher keine Rolle. 

© 2025 PANAREA Studios, Vienna. The House of CALL Magazine.
Das Gespräch wurde erstmals im CALL Magazin 03-04/2025 veröffentlicht.

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