Dein Geist ist das Fundament deines Lebens. Darauf baut alles auf. Deine Gedanken erschaffen die Welt, in der du dich befindest. Alles, was du siehst, fühlst und wahrnimmst, läuft durch deinen Geist, und je nachdem, wie deine Gedanken beschaffen sind, nimmst du dann die Welt wahr. Hunderte Menschen können sich zur gleichen Zeit am gleichen Ort befinden, und jeder Einzelne von ihnen wird diesen Moment unterschiedlich wahrnehmen und bewerten.
Eine Milliarde Gedanken, die kreuz und quer durch die Gegend fliegen, können in deinem Kopf ein beachtliches Chaos anrichten. Vor allem, wenn du nicht die Kraft hast, dich gegen sie zu wehren. Deine Gedanken besitzen die Kraft, dein Leben zu erhellen. Sie können dich aber genauso auch zerstören und immer tiefer in den Kaninchenbau ziehen, bis du vor Kälte und Dunkelheit kaum mehr Luft bekommst. Wenn ich im Leben eins gelernt habe, dann das:
Glaube nicht alles, was du denkst. Nur weil du etwas denkst, heißt das nicht, dass es auch wahr ist. Deine Gedankenmaschine ist nämlich ein genialer Produzent von Fake News. An jedem einzelnen Tag haben wir etwa 60.000 Gedanken, und nur 3 Prozent davon sind positiv. 24 Prozent unserer Gedanken sind hingegen negativ, und der Rest ist eher neutral. Das hat die österreichische Akademie für Neuromentaltraining herausgefunden. Ganze 3 Prozent! Diese Zahl kannst du mal kurz sacken lassen. Von hundert Gedanken sind also gerade mal drei aufbauend, bestärkend oder wohltuend. Dazu kommt, dass unser Gehirn permanent Botenstoffe ausschüttet, die unsere Stimmung beeinflussen, und zwar je nach Bewertung eines Gedankens. Je besser wir uns also um unsere guten Gedanken kümmern, je mehr Zeit wir mit ihnen verbringen und je positiver unsere Selbstgespräche werden, desto wohler werden wir uns auch in unserem Körper fühlen.

Ändere deinen Fokus, und du änderst deine Welt! Eines Morgens stand ich noch halb verschlafen vor meiner Espressomaschine, genoss das angenehme Aroma der frisch gemahlenen Kaffeebohnen und dachte plötzlich: Was wäre eigentlich, wenn meine Gedanken mich in die Irre führen und mit mir doch alles in Ordnung ist? Was, wenn ich gar nicht kaputt bin?
Was, wenn es nichts zu reparieren gibt, nichts zu heilen? Später wurde mir klar, dass es beim Loslassen tatsächlich nicht darum geht, sich selbst zu reparieren, sondern darum, zu erkennen, dass es nichts zu reparieren gibt. Es geht darum, all die Lügen loszulassen, die man sich selbst immer wieder erzählt hat. Es geht darum, alles loszulassen, was man glaubt, nicht zu sein und nicht zu können. Und es geht darum, sich von all den Erfahrungen und Interpretationen zu befreien, die auf diesen Lügen basieren. Das ist es, was Loslassen wirklich ausmacht. Es ist ein Mindgame, nichts anderes.





