12 Jahre Terror, über 100 Drohbriefe, ein namen- und gesichtsloser Stalker. Eva LaRue wurde mit „CSI: Miami“ zum internationalen Star. Doch schon 2008 begannen Vergewaltigungs- und Todesdrohungen gegen sie und ihre damals sechsjährige Tochter Kaya Callahan. Nach der Verurteilung des Täters entschlossen sie sich, mit der Doku „My Nightmare Stalker: Die Eva LaRue Story“ (Paramount+ auf Amazon Prime) ihre Geschichte öffentlich zu machen. CALL traf Eva LaRue und ihre Tochter zu Hause in Los Angeles.
Ich wusste davon – denn wir sind seit 17 Jahren eng befreundet. Erst im Sommer 2024 kam Eva LaRue, 58, zum CALL Festival nach Salzburg, danach machten wir noch Urlaub beim Stanglwirt in Going und in Südtirol. Doch selbst mir schilderte sie immer nur sehr bruchstückhaft von ihrem endlosen Albtraum, der nie aufzuhören schien. Seit 2007 – ihre Tochter war gerade mal sechs Jahre alt – bedrohte sie ein Stalker und beschrieb in Dutzenden Briefen, wie er sie foltern und töten wird. Eva und ihre Tochter Kaya Callahan, 24, zogen mehrfach um, lebten unter ständiger Angst und schliefen sogar mit Waffen unter dem Bett. Der Täter fand sie immer und immer wieder, hinterließ sogar 19 Drohnachrichten in Kayas Schule und gab sich auch als ihr Vater aus, um sie abzuholen. Erst nach 12 Jahren wurde James David Rogers, der sich „Freddy Krueger“ nannte – nach dem fiktiven Killer aus dem Film „Nightmare On Elm Street“ –, 2019 durch hartnäckige FBI-Arbeit verhaftet. Die Ermittler konnten ihn durch DNA-Spuren auf einem weggeworfenen Trinkhalm identifizieren, die sie mit öffentlich zugänglichen DNA-Datenbanken abglichen. 2022 wurde er zu 40 Monaten Gefängnis verurteilt. Viele seiner Straftaten waren da bereits verjährt. Mittlerweile ist er auf Bewährung aus der Haft entlassen worden.
Als ich Eva LaRue für CALL in ihrem Zuhause in Los Angeles besuche, spricht sie so offen wie nie zuvor über eine Tortur, die bis heute ihr Leben bestimmt und die sie mit der zweiteiligen Doku „My Nightmare Stalker: Die Eva LaRue Story“ (Paramount+ auf Amazon Prime) aufzuarbeiten versucht.
Selbst einige deiner Familienmitglieder und deine engsten FreundInnen wussten nicht, wie schlimm es war, du hast immer nur in Nebensätzen davon gesprochen. Warum?
Eva: Wenn etwas so lange andauert, dann gibt es nur eine begrenzte Anzahl von Momenten, in denen du sagen kannst: Wir haben Angst. Wir haben Todesangst. Wir könnten am Ende tot sein. Wir wissen nicht, ob er uns finden wird. Wir ziehen schon wieder um. Die Leute fühlen sich hilflos. Also war mein Motto: Sprich nicht darüber und versuche dein Leben zu leben.
Aber zwölf Jahre lang?
Eva: Du fühlst dich, als würdest du ständig falschen Alarm schlagen, weil ja „noch nichts passiert ist“. Und doch ist in deinem Kopf schon alles auf jede erdenkliche Weise passiert. Jemand schreibt solche widerwärtigen, kranken, abstoßenden Dinge über dich und dein sechsjähriges Kind. Du wirst psychologisch und emotional terrorisiert von einer Tat, die noch nicht begangen wurde. Ich sage immer, es ist ein Verbrechen ohne sichtbares Verbrechen – obwohl Stalking natürlich eine Straftat ist. Aber es ist nicht auf dem Level von Vergewaltigung oder Mord. Obwohl 86 Prozent aller ermordeten Frauen vorher gestalkt wurden. Das ist eine irre Zahl.

War das Schweigen auch Selbstschutz, weil du es nicht in einer Endlosschleife durchleben wolltest?
Eva: Ja. Selbst in unseren schlimmsten Zeiten gibt es Momente, wo wir lachen können, wo der Schmerz auf Pause ist. Und wenn ich unter Menschen war, und der Fall wieder ein weiteres Jahr nicht gelöst wurde, die Bedrohung immer noch dieselbe war, dann gab’s nichts Neues zu erzählen. Es ist, wie wenn du eine Freundin hast, die an Krebs leidet. Du willst nicht fragen: „Und, wie läuft der Krebs?“ Sie hat Krebs. Er „läuft“. Was gibt es noch zu sagen, außer vielleicht: So behandeln wir ihn diesmal.
Hattest du Zusammenbrüche?
Eva: Nur allein. In seltenen Momenten auch vor meinem Bruder Louis und meinem Vater. Aber selbst dann konnte niemand wirklich etwas tun. Die Polizei und das FBI haben uns sehr klar gesagt, dass ihnen die Hände gebunden sind – sie wussten ja damals nicht einmal, wer er ist. Also hängt diese Bedrohung in der Luft, formlos, ohne Gesicht. Wie ein Geist. Nur dass dieser Geist erschreckend real ist.
Kaya, hast du dir jemals ein Bild von ihm gemacht, wie er aussehen könnte?
Kaya: Ich dachte immer, er wäre wie Ted Bundy: Athletisch, physisch in der Lage, uns zu verletzen. Das ist er eher nicht, wie sich herausstellte, aber man lebt doch 12 Jahre lang mit dem Gedanken, dass es jeder sein könnte. Ich fragte mich ständig: Ist es eine Frau? Ist es jemand in meinem Alter? Ist es jemand in den Zwanzigern, Dreißigern oder Vierzigern? Das Bild in deinem Kopf verändert sich jedes Mal, wenn du hinausgehst.

Eva, in den ersten vier Jahren des Stalkings hast du deinen zweiten Mann kennengelernt und geheiratet. Hast du dich bei ihm beschützt gefühlt?
Eva: Ja. Ich konnte endlich wieder atmen und war keine alleinerziehende Mutter mehr. Wir fühlten uns beschützt, doch schon kurz darauf kamen die Briefe an sein Büro. Sie waren an Joe Cappuccio adressiert und beschrieben im Detail, wie der Stalker mich töten würde. Und wie er Joe töten würde, wenn er dazwischen geht. Dabei war Joe dieser große, harte Ex-Footballspieler. Er liebte seine Waffen und ging auf die Jagd – was überhaupt nicht mein Ding ist. Ich bin komplett gegen Waffen, aber ich musste lernen zu schießen, und ehrlich gesagt – ich bin ziemlich gut. Wir wurden ja von den Leuten von „CSI: Miami“ trainiert.
Zu diesem Zeitpunkt kannte der Stalker eure Adresse noch nicht?
Eva: Nein. Deshalb schickte er die Briefe an Joes Büro. Und seine armen Mitarbeiter dort gerieten in Panik – sie dachten: Was, wenn der Typ hier auftaucht? Was, wenn er uns alle tötet? Das ist das, was viele nicht verstehen: Beim Stalking existiert das „Verbrechen“ oft nur als Drohung. Aber die psychische Zerstörung passiert längst. Dein Kopf übernimmt. Was, wenn er mir folgt? Was, wenn er uns findet? Und dann kamen die Briefe auch zu meinem PR-Agenten, direkt zu ihm nach Hause.
War das alles immer präsent für dich, Kaya, oder gab es Zeiten, in denen du es vergessen konntest?
Kaya: Es gab definitiv Zeiten, in denen ich es vergessen habe. Da wir in einer bewachten Wohnanlage lebten und ich eine Privatschule besuchte, fühlte ich mich einige Jahre lang wirklich sicher. Und wir erhielten gerade keine Briefe. Ich glaube, deshalb hatten wir alle dieses Gefühl der Sicherheit, sodass wir uns alle ein bisschen mehr gehen lassen konnten. Natürlich war es eine ständige Paranoia. Aber wir mussten trotzdem unser Leben leben. Ich ging weiterhin zu den Homecoming-Bällen in der Highschool, ich ging mit Freunden aus.
Wie lange hast du Kaya bewusst im Unklaren gelassen?
Eva: Kaya wusste erst in der Highschool, was tatsächlich in den Briefen stand. Sie kannte das Problem aber von Anfang an, weil ich ihr mehr mitgeben musste als eine typische „Vorsicht vor Fremden“-Belehrung. Andere Eltern sagen: „Sprich nicht mit Fremden, steig nicht zu jemandem ins Auto, auch nicht, wenn jemand sagt, er sucht seinen Hund. Vertraue auch keiner fremden Frau.“ Aber bei uns war es eine andere Ebene. Ich musste ihr schon als kleines Kind sagen, dass es eine konkrete Person gibt. Andere Kinder müssen auf die Möglichkeit achten, dass so etwas passieren könnte. Wir mussten mit der Realität, dass es passieren kann, fertigwerden. Ich war eine erwachsene Frau – und ich hatte Angst. Ich lebte in meinem eigenen mentalen Gefängnis aus „Was wäre wenn“ und „Vielleicht passiert es gleich“. Dass er hinter jeder Ecke sein könnte. Und dann all diese krankhaften Details: dass er mir die Brüste abschneiden, mich von der Kehle bis zum Unterleib aufschlitzen wollte. Uns in Stücke schneiden. Sie als Sexsklavin halten, eingesperrt, schwängern, gefangen halten, mit ihr Kinder zeugen.

Kaya: Das erste Mal, dass mir bewusst wurde, dass es sich um mehr als nur eine normale Unterhaltung über die Gefahren durch Fremde handelte, war, als ABC News vor unserer Haustür auftauchte und wir mitten in der Nacht unsere Sachen packten. Mein Onkel war da, es war spät und die Presse tauchte auf und versuchte Antworten zu bekommen. Ich erinnere mich nur an das Gesicht meiner Mutter, sie war in Panik. Wenn ich meine Mutter anschaue, sehe ich sie sonst immer als Fels in der Brandung. Und mir wurde klar, dass sie deswegen so in Panik war, weil sie offen genug war zu sagen: „Das ist der Mann, von dem ich dir erzählt habe“. Wenn jetzt jemand auf die gleiche Weise wie diese Nachrichtencrew Zugang zu uns haben konnte, konnte er das auch.
Als das begann, warst du auf dem Höhepunkt deiner Karriere, der weibliche Star von „CSI: Miami“.
Eva: Ich spielte eine DNA-Expertin. In der Serie tun wir so, als hätten wir Technologien, die es in der Realität gar nicht gibt. Ich löse Fälle, die im echten Leben nicht lösbar wären. Und das FBI konnte mir zwölf Jahre lang nicht helfen.

Hatte deine Rolle in der Serie etwas mit dem Stalking zu tun?
Eva: Ich glaube, es wäre mir passiert, egal in welcher Show ich war. Als sie ihn verhaftet haben, sagte seine Mutter – ohne zu wissen, warum er verhaftet wurde – zu einem der FBI-Agenten: „Er wird sehr schnell fanatisch. Ich erinnere mich, dass er als Teenager mit mir ‚All My Children‘ geschaut hat, und er war so besessen von dieser Serie, dass er sie aufnahm und die Folgen immer und immer und immer wieder abspielte.“
Die Drohungen hörten auch nach dem Ende von „CSI: Miami“ nicht auf.
Eva: Wir haben gehofft, dass er einfach verschwindet. Dass er einfach aufgibt. Und es gab immer wieder Phasen von vier oder fünf Monaten, in denen wir dachten: Die Briefe haben aufgehört. Vielleicht ist es vorbei und er zieht weiter. Dabei glaubte ich aber nie, dass ich die Einzige bin. Ich dachte: Wie vielen anderen Frauen tut er das Gleiche an? Und natürlich gab es mehr. Aber diese Frauen wollten am Ende nicht aussagen, sonst hätte er eine längere Haftstrafe bekommen. Selbst die Briefe an Joe waren bereits außerhalb der Verjährungsfrist, weil er Joe ja mit dem Tod bedroht hat. Er versuchte die Karte „Ich weiß nicht, wovon Sie sprechen“ zu spielen. Und hier kommt der interessante Teil: Der Unterschied zwischen der örtlichen Polizei und dem FBI ist, dass du erledigt bist, sobald das FBI an deine Tür klopft. Da gibt es nicht einmal einen Deal, weil das FBI keine Deals macht. Die hatten die Beweise bereits. In unserem Fall hatten sie alle Briefe, die sie 12 Jahre lang auf DNA und Fingerabdrücke untersucht hatten.
Aber selbst das FBI konnte ihn lange nicht fassen, weil seine DNA nicht im System war.
Eva: Wenn du keine Vorstrafe hast und dir nie ein Abstrich aus der Wange genommen wurde, um deine DNA in die nationale Datenbank – sie heißt CODIS – einzutragen, dann existierst du offiziell nicht. Das FBI bekam nie einen Treffer. Mein Stalker konnte allen entkommen, weil er einfach sein Leben weiterführte – er arbeitete als Krankenpfleger in einer Demenzpflegeeinrichtung, als wäre er dieser freundliche, harmlose Typ. In Wahrheit war und ist er ein verdammtes Monster.
Die Geschichte des „Golden State Killers“ war der Grund, warum dein Fall schließlich gelöst wurde.
Eva: Der Golden State Killer war über 43 Jahre lang ein ungelöster Serienmörderfall. Es gab mehr als 5.000 Verdächtige, doch der wahre Täter war keiner von ihnen. Und dann schrieb die Podcasterin Michelle McNamara einen großen Artikel für die „LA Times“. Sie war besessen von dem Fall. Die verschiedenen Polizeireviere hatten ihre eigenen Ermittler, die ihre Erkenntnisse nicht miteinander teilten, was typisch für die Egos bei Polizeibehörden ist. Aber sie teilten ihre Informationen mit Michelle McNamara. Sie fand heraus, dass all die DNA identisch war. Ihr großer Artikel für die „LA Times“ wurde von Steve Kramer gelesen, einem Anwalt des FBI. Er war fasziniert und rief schließlich den letzten Ermittler in dem Fall in Sacramento an – dort, wohin der Golden State Killer zuletzt gezogen war, bevor er mit den Morden aufhörte. Sie begaben sich auf eine verrückte, völlig erfolglose Spurensuche. Aber dann gab es plötzlich 23andMe und Ancestry.com. Und ihnen wurde klar: Wenn wir die DNA von normalen Menschen nutzen können, die keine vorbestraften Verbrecher sind, werden wir diesen Fall lösen. Und sie kämpften gegen das eigentliche FBI, das sagte: Ihr könnt das nicht tun. Das ist eine rechtliche Grauzone. Wir könnten verklagt werden. Dann rief Steve Kramer seinen Freund Steve Bush an, der Leiter des SWAT-Teams war. Sie durften nicht während der FBI-Arbeitszeiten daran arbeiten, nur an Wochenenden oder nachts. Im Laufe der Jahre wurde immer mehr DNA auf diese Plattformen hochgeladen, und schließlich gab es einen Treffer – einen entfernten Verwandten fünften Grades. Damit hatten sie die Familienlinie des Serienmörders. Und dann mussten sie echte Ermittlungsarbeit wie früher leisten und einfach von Tür zu Tür gehen.

Wie kam es dazu, dass ihr der zweite Fall wurdet, den sie übernommen haben?
Eva: Kramer und Bush haben nie wirkliche Anerkennung bekommen, und das FBI sagte zu ihnen: „Das war ein Zufall.“ Aber die beiden hatten einen Freund, der zufällig mein Fallagent war. Sie fragten ihn, ob er ungelöste Fälle habe. Er übergab ihnen unseren Fall.
Wie hat das alles eure Beziehung zueinander beeinflusst?
Eva: Alles passierte gleichzeitig, vier Monate später starb Kayas Vater, und in derselben Woche begann Covid. Es war ein schrecklicher Zusammenbruch. Und dann war dieser Typ wegen Covid unter Hausarrest statt im richtigen Gefängnis. Er trug ein Jahr lang eine Fußfessel. Es war eine unfassbare Menge Stress.
Kaya: Das Trauma hat uns in vielerlei Hinsicht verbunden.
Wart Ihr sofort bereit, den Dokumentarfilm zu drehen?
Kaya: Nein, ich war überhaupt nicht bereit. Im Gegenteil. Ich war darauf vorbereitet, es zu begraben, nie wieder darüber zu sprechen und mit meinem Leben weiterzumachen. Während er im Gefängnis war und ich aufs College ging, war das erste Mal, dass ich mich nicht ständig umschauen musste. Ich wollte, dass das so bleibt. Aber als Paramount, ein seriöses Studio, das Projekt übernahm, wurde mir klar, dass es wirklich gut betreut und unterstützt werden würde.
Hat die Aufarbeitung eine Art Heilung gebracht?
Kaya: Die Heilung begann mit dem Interview für den Dokumentarfilm, weil mir klar wurde, dass ich noch nie von Anfang bis Ende darüber gesprochen hatte, um jeden Moment, jedes Trauma und jede Emotion von meinem sechsten Lebensjahr bis heute loszulassen. Es war unglaublich heilsam. Außerdem bin ich in Therapie. Natürlich gibt es noch viel, das ich verarbeiten muss.
Eva: Für mich war es immer eine fiktionalisierte Serie, die auf wahren Ereignissen basiert, weil es sich dadurch distanzierter anfühlte. Und ich wollte mich wirklich auf die zwei Jungs konzentrieren und darauf, wie sie die Welt verändern. Ich sah Steve und Steve als Helden. Ich wollte eine Heldengeschichte erzählen.

Wie gehst du heute damit um?
Eva: Ich bete immer noch zu Gott, dass wir nicht wieder in Gefahr geraten. Denn er ist jetzt draußen auf Bewährung. Wenn er Kontakt aufnimmt, muss er zurück ins Gefängnis.
Hast du Angst?
Eva: Ja. Ich denke mir ständig, das könnte das beschissenste, dümmste Ding gewesen sein, das ich je getan habe. Psychopathen werden nicht plötzlich normal.
Kaya: Meine Angst ist, dass die Doku andere Stalker auf Ideen bringt. Ich hoffe, dass nur Gutes dabei herauskommt. Dass mehr Bewusstsein entsteht und dass ich und meine Familie weiterhin sicher und geschützt sind.
Eva: Als wir mit den Dreharbeiten zu dieser Dokumentation begannen und beim FBI und dem Rechtssystem recherchierten, stellten wir fest, dass es so gut wie keine Hilfsangebote für Stalking-Opfer gibt. Das ist erschreckend. Was ist mit den 13,5 Millionen Menschen allein in den USA, die gestalkt werden? Männer, Frauen und Kinder, zählen die nicht, nur weil sie nicht im Fernsehen sind?
Du bist stark geblieben.
Eva: Ehrlich gesagt ist niemand wirklich stark. Niemand ist mutig oder tapfer. Man tut, was man in dem Moment tun muss, nicht weil man es will, sondern weil es keinen anderen Ausweg gibt. Entweder man hat eine Opfermentalität oder nicht. Und ich will gar nicht erst das Wort „Überlebender“ benutzen, denn selbst das klingt nach Opfermentalität. Es sind zwei Seiten derselben Medaille. Ich bin ein Kämpfer. Selbst wenn ich mich mental und psychisch am Ende fühle, entscheide ich mich bewusst dafür.
© 2026 PANAREA Studios, Vienna. The House of CALL Magazine.
Das Gespräch wurde erstmals im CALL Magazin 06/2026 veröffentlicht.



