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CALL Magazine > Arts & Design > Albert Watson: Ikonen der Fotografie
Arts & Design

Albert Watson: Ikonen der Fotografie

Albert Watson gilt als einer der bedeutendsten Fotografen unserer Zeit. Viele seiner Bilder wurden zu Ikonen moderner Fotografie. Im neuen Monumentalband „KAOS“ wird sein vielfältiges Schaffen gewürdigt. Wir sprachen mit der #42 der „CALL 100“-Liste der inspirierendsten Menschen der Welt über sein Leben – und wie er unsere Sicht der Welt prägte.

Georg Kindel
Georg Kindel  - Chefredakteur vor 4 Tagen
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8 Minuten Lesezeit
Albert Watson: Monkey With Mask, New York, 1992 (Foto: TASCHEN Verlag/Albert Watson)
Albert Watson: Monkey With Mask, New York, 1992 (Foto: TASCHEN Verlag/Albert Watson)
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„Schiele ist mein Favorit“, sagt der Mann, dessen Stil ganze Generationen von Fotografen geprägt hat. „Ich habe gerade ein Buch über ihn vor mir liegen.“ Albert Watson, 83, Brite mit Wohnsitz New York, ist eine Legende. Nur wenige beherrschen so wie er das Spiel zwischen Licht  und Schatten. Seine Bilder – ikonische Porträts, darunter über 250 „Vogue“-Cover, aber auch Landschaftsbilder – füllen Ausstellungen und Bücher. TASCHEN hat gerade sein neues Werk „KAOS“ aufgelegt (408 Seiten, 5,51 kg, EUR 125), das es bisher nur als Limited Edition gab und das die „Vogue“ als „Opus magnum eines der ganz großen Fotografen“ beschreibt. Zu österreichischer Kunst hat Albert Watson eine ganz besondere Beziehung.

Albert Watson: KAOS, TASCHEN Verlag, 408 Seiten, EUR 125
Albert Watson: KAOS, TASCHEN Verlag, 408 Seiten, EUR 125

Gratulation zu Ihrem Platz #42 in unserem CALL 100-Ranking der inspirierendsten Menschen der Welt.

Vielen Dank, ich freue mich sehr. Sie haben auch eine sehr kompetente und seriöse Jury. Ich sitze übrigens hier in meinem New Yorker Apartment und habe ein Buch von Egon Schiele vor mir liegen.

Fasziniert Sie Schieles Werk?

Das zu tun, was er tat, war für ihn etwas Leichtes. Ich habe immer gedacht, dass Klimt erst in seiner Entwicklung ein großartiger Künstler wurde. Aber ich habe das Gefühl, dass Schiele einfach so geboren wurde. Er lässt alles so einfach aussehen. Ich mochte diese Spontanität seiner Linien sehr, bei Klimt wiederum diesen Buchillustrationen ähnlichen Look einiger seiner Werke. Was mir jedoch am meisten gefällt, sind die Landschaften. Diese gefallen mir bei Klimt noch mehr als bei Schiele.

Woher kommt Ihr Wissen, was Schiele und österreichische Kunst betrifft?

Ich habe so viele Bücher über ihn. Die Beatles haben sich mit 28 Jahren getrennt. Sie hatten also mit 28 bereits alles erreicht, was sie erreichen konnten. Schiele war ähnlich. Er starb mit 28 und hatte auch bereits alles erreicht, was er erreichen konnte. 

Albert Watson: Neil Armstrong’s Spacesuit from First Moonwalk, The Smithsonian Air & Space Museum, 1990 (Foto: TASCHEN Verlag/Albert Watson)
Albert Watson: Neil Armstrong’s Spacesuit from First Moonwalk, The Smithsonian Air & Space Museum, 1990 (Foto: TASCHEN Verlag/Albert Watson)

In Ihrem Buch „KAOS“ sieht man neben ikonischen Werken wie Steve Jobs oder Keith Richards auch ungewöhnliche Bilder: Neil Armstrongs Raumanzug, Tutanchamuns Handschuh.

Vor vielen, vielen Jahren habe ich mich mit Tutanchamun beschäftigt und dabei herausgefunden, dass er Leinenhandschuhe, Leinensocken und solche Dinge besaß. Natürlich sind sie nie wirklich zu sehen gewesen. Ich habe herausgefunden, wo sie sich befinden. Sie lagen im Keller eines Lagerraums im Kairoer Museum. Es dauerte zweieinhalb Jahre, aber schließlich bekam ich die Erlaubnis, hineinzugehen und diese Dinge zu fotografieren. So ist im Buch auf einer Seite Tutanchamuns Socken, auf einer anderen Elvis Presleys Anzug, und dann eine schottische Landschaft mit Steinformationen. Sie finden aber auch Mick Jagger und Keith Richards oder Aktfotos von Kate Moss im Buch. Im Grunde haben wir das alles in einen Mixer geworfen und geschaut, was passiert, wenn man diese verschiedenen Dinge zusammenwirft. Wie passen Clint Eastwood und Jack Nicholson auf der einen mit dem Hinterkopf von Mike Tyson auf der anderen Seite zusammen? Erstaunlich gut.

Albert Watson: Keith Richards, New York, 1988 (Foto: TASCHEN Verlag/Albert Watson)
Albert Watson: Keith Richards, New York, 1988 (Foto: TASCHEN Verlag/Albert Watson)

Sie hatten viele der bekanntesten Persönlichkeiten unserer Zeit vor der Kamera. 

Ich fotografiere zwar Prominente, aber würde nie ein Buch über Prominente machen. Ich bin ein ganz anderer Fotograf als Annie Leibovitz, die zu 90 Prozent Prominente fotografiert. Bei mir sind das vielleicht 30 Prozent. 

Wie haben Sie Ihre visuelle Handschrift entwickelt?

Ich war einfach fasziniert von allem, was mir ins Auge stach. Kürzlich habe ich ein Foto gemacht, das ich wirklich liebe, von einem Mädchen, das im Zug vom Flughafen Heathrow nach London saß. Sie saß einfach da, unterhielt sich ein wenig mit ihrer Nachbarin, einer jungen Frau. Sie war etwa 25, ich fand das Bild toll. 

Albert Watson: Jude Law, Polaroid, London, 1996 (Foto: TASCHEN Verlag/Albert Watson)
Albert Watson: Jude Law, Polaroid, London, 1996 (Foto: TASCHEN Verlag/Albert Watson)

Sie gelten als Ikone der Modefotografie. 

Und Sie werden sich fragen: Warum fotografiere ich dann Landschaften? Ich war nie ein Modefotograf. Ich war immer ein Fotograf, der in der Modebranche arbeitete. Ich erinnere mich an den Art Director Fabien Baron (Anm.: AD der italienischen Vogue), als er sich meine Arbeiten ansah. Er hat viel mit Steven Meisel (Anm.: US-Modefotograf) zusammengearbeitet und sagte tatsächlich: „Ich kann Steven nie dazu bringen, etwas anderes als Mode zu fotografieren.“

Albert Watson: Alfred Hitchcock, 1973, aus dem neuen Buch "Albert Watson: KAOS", TASCHEN Verlag, 408 Seiten, EUR 125
Albert Watson: Alfred Hitchcock, 1973, aus dem neuen Buch „Albert Watson: KAOS“, TASCHEN Verlag, 408 Seiten, EUR 125

Viele Ihrer Bilder wie von Steve Jobs oder Alfred Hitchcock sind ikonisch. Wie schaffen Sie in einem solchen Moment die Balance zwischen Konzept und Persönlichkeit zu finden?

Durch Vorbereitung. Ich streite mich manchmal mit jungen Fotografen, weil sie sagen: „Ich mag es nicht, mich vorzubereiten. Ich mag es, spontan zu sein.“ Natürlich sage ich ihnen: „Hört mal, nur weil ihr spontan seid, heißt das nicht, dass ihr euch nicht vorbereiten sollt.“ Ich wollte immer ein Bild schaffen, das im Gedächtnis bleibt. Das Bild von Alfred Hitchcock war für die Weihnachtsausgabe von „Harper’s Bazaar“, es gab in dem Magazin ein Rezept für die Zubereitung einer Gans. Das wollten sie illustrieren. Zunächst sagten sie zu mir: „Können Sie ein Bild von Alfred Hitchcock machen, wie er den Teller mit der Gans hält?“ Ich sah Probleme. Es ist nicht einfach, einen Teller mit einer Gans darauf zu halten. Also schlug ich vor, dass er die Gans am Hals hält. Das Bild machte mich berühmt.

Was ich bei Steve Jobs wollte, ist Intensität. Er nahm das Polaroid und sagte: Das ist wahrscheinlich das beste Bild, das es von mir gibt.

Albert Watson: Steve Jobs, Cupertino, 2006 (Foto: TASCHEN Verlag/Albert Watson)
Albert Watson: Steve Jobs, Cupertino, 2006 (Foto: TASCHEN Verlag/Albert Watson)

Ihr Bild von Steve Jobs zierte seine Biografie.

Ich las über Steve Jobs, dass er keine Geduld mit Dummköpfen hat.Wenn man Leute wie Steve Jobs fotografiert, will er am liebsten in drei Minuten wieder weg sein.  Also habe ich dafür gesorgt, dass ich alles im Griff habe. Ich war über zwei Stunden vorher dort, setzte das Licht, bereite die Objektive vor. Fünf Minuten vor dem Termin kam sein PR-Mitarbeiter rein und sagte: „Nur damit Sie es wissen, Steve Jobs hasst es, fotografiert zu werden, und er hasst Fotografen.“ Aber ich war auf solche Dinge vorbereitet. Ich sollte ihn eine Stunde lang haben, zwischen neun und zehn Uhr. Er kam und ich überraschte ihn: „Ich habe gute Nachrichten für Sie. Ich brauche Sie nur für 30 Minuten.“ Da lächelte er plötzlich: „Oh, mein Gott. Ich bin so beschäftigt, das wäre fantastisch.“ Dann fragte er höflich: „Sind Sie sicher, dass das reicht?“ Ich sagte: „Ja, absolut. Wir sind gut organisiert.“ Er sah mein Equipment an: „Das sehe ich an Ihrer Ausstattung.“ Dann war er irgendwie erstaunt, dass ich mit einer analogen Filmkamera fotografiere und nicht digital: „Warum?“ Ich antwortete ihm: „Ich glaube, die Technik ist noch nicht so weit.“ Er sah mich an, zeigte mit dem Finger auf mich und sagte: „Ich stimme Ihnen zu. Ich glaube auch, dass die Technik noch nicht so weit ist.“ Er lächelte: „Aber wir werden dahin kommen, wissen Sie?“ Die digitale Welt wird die Fotografie erobern. Damit hatte er recht. Ich sagte ihm: Stellen Sie sich vor, Sie sitzen am Konferenztisch mit vielen Leuten, die nicht Ihrer Meinung sind. Er lachte: „Das ist sehr einfach für mich, denn das passiert hier jeden Tag.“ Was ich wollte, ist seine Intensität. Ich war pünktlich fertig. Er nahm das Polaroid in die Hand und sagte: „Das ist wahrscheinlich das beste Bild, das es von mir gibt.“ Ich dachte, dass er zu diesem Zeitpunkt nur nett sein wollte. Aber bevor er starb, hatte er tatsächlich verfügt, dass dieses Bild von ihm mit der Nachricht veröffentlicht werden sollte. Sein Team rief uns nachts in New York an und fragte nach dem Bild. Wir schickten es ihnen. Ich wusste nicht, warum sie es so dringend brauchten. In dieser Nacht ging mein Handy auf einmal an mit einer Eilmeldung, dass Steve Jobs verstorben war. Das einzige Bild, das auf der Apple-Website mit seiner Todesmeldung zu sehen war, war dieses Foto. 

Gab es Menschen, die vor Ihrer Kamera besonders nervös waren?

Joaquin Phoenix. Ich weiß nicht warum. Er sieht toll aus und ist ein großartiger Mensch. Ich machte ihm in der Küche eine Tasse Tee. Wir saßen 15 Minuten lang da und unterhielten uns, dann ging es ihm viel besser. 

Albert Watson: Cindy Sherman, Polaroid, New York, 1994 (Foto: TASCHEN Verlag/Albert Watson)
Albert Watson: Cindy Sherman, Polaroid, New York, 1994 (Foto: TASCHEN Verlag/Albert Watson)

Sie haben legendäre Bilder von Schimpansen gemacht.

Ja. Alle diese Bilder wurden an einem einzigen Tag aufgenommen. Die Leute dachten jedoch, ich hätte jahrelang Schimpansen fotografiert. Es war für eine Werbekampagne. Ich hatte eine nette Beziehung zu dem Schimpansen aufgebaut. Mir war aufgefallen, dass er mir alles nachmachte. Wenn ich meine Finger in die Ohren steckte, tat der Schimpanse dasselbe. Jedenfalls wollte der Schimpanse am Ende das Studio nicht verlassen. Die beiden Trainer hatten ein Problem, er hielt meine Hand fest und wollte sie nicht loslassen. 

Albert Watson: Monkey With Gun, New York, 1992 (Foto: TASCHEN Verlag/Albert Watson)
Albert Watson: Monkey With Gun, New York, 1992 (Foto: TASCHEN Verlag/Albert Watson)

Welche Begegnung hat Sie am meisten beeindruckt?

Was für mich alles verändert hat, war die Aufnahme, die ich von Alfred Hitchcock 1973 gemacht habe. Ich hatte gerade mein Studium an der Filmschule des Royal College of Art abgeschlossen. Drei Jahre später stand er vor mir. Das Foto wurde zu einem Wendepunkt, weil es erfolgreich war und die Leute mir jede Menge Arbeit gaben. Ich erinnere mich, dass ich bei den Universal Studios ankam, durch das Tor fuhr und in meinem eiskalten Auto trotz Klimaanlage schwitzte, weil ich so nervös war. Aber alles ging gut. Dieses Bild hat mir wirklich Selbstvertrauen gegeben.

Die Aufnahme von Alfred Hitch­cock hat alles verändert. Dieses Bild hat mir wirklich Selbstvertrauen gegeben.

Wer hat Sie am meisten überrascht?

Ich machte für den König von Marokko ein Buch über sein Land. Als es fertig war, hat er es mit mir durchgesehen. Er stieß auf ein Bild, das ich von einem Gepäckträger im Souk in Marrakesch gemacht hatte, der eine Schubkarre schob. Ich machte ein Porträt von ihm, und er sah mich dabei so stolz an. Der König zeigte auf das Bild und sagte: „Sie haben diesen einfachen Mann so wichtig wie einen König aussehen lassen.“ Das war vielleicht eines der besten Komplimente, die ich je bekommen habe.

Hatten Sie je Differenzen, was Ihren künstlerischen Zugang betrifft?

Ich hatte viele Kontroversen mit der berühmten Herausgeberin der italienischen „Vogue“, Franca Sozzani. Als sie viele Jahre später zu einer Ausstellung von mir kam, die ich im Museum für Moderne Kunst in Mailand hatte, sagte sie: „Ich muss ehrlich sein, dass mir Ihre Bilder oft nicht wirklich gefallen haben. Aber hier an einer Museumswand muss ich zugeben, sie sind ikonisch.“ Das war fast so ein schönes Kompliment wie vom König.

Sie arbeiten oft in Schwarz-Weiß. Was kann Monochrom ausdrücken, was Farbe nicht kann?

Etwa 75 Prozent meiner Arbeiten sind in Farbe. Mein erstes Buch „Cyclops“, das zu einer Art Bibel für Fotografen weltweit wurde, war ausschließlich schwarz-weiß. So entstand der Mythos. Schwarz-Weiß ist eine surreale Aussage, weil wir in Farbe sehen. Schwarz-Weiß-Fotografie wirkt mehr wie Kunst als Farbe. Ich mag beides. 

Albert Watson: Christy Turlington, New York, 1990 (Foto: TASCHEN Verlag/Albert Watson)
Albert Watson: Christy Turlington, New York, 1990 (Foto: TASCHEN Verlag/Albert Watson)

Digitale Technologien haben die Fotografie völlig verändert. Wird KI die Bedeutung der Fotografie als Kunstform mindern oder erhöhen?

Ich glaube, sie wird sie bereichern. Wenn man heute von digitaler Fotografie spricht, denkt man an Digitalkameras. Der Computer hat Fotografen plötzlich die Möglichkeit gegeben, das zu tun, was Maler und Künstler schon immer tun konnten. Mit anderen Worten: Wenn Claude Monet Heuhaufen malte und sie blau erscheinen ließ, weil es ein frostiger Morgen war, so war das nicht real, sondern sein künstlerischer Ausdruck. Vergleicht man es mit einer Fotografie, würde man sagen: „Moment mal, das ist nicht die Realität. Monet hat es völlig unrealistisch gemalt.“ Weil er diese Farbe hinzugefügt hat. Niemand stellte in Frage, dass Gauguin einen leicht bernsteinfarbenen Baum nahm und ihn leuchtend rot malte. Wenn man vorsichtig damit umgeht, kann man den Computer als ein erstaunliches Werkzeug nutzen. Man hat eine solche Kontrolle über die Bilder. Wenn man Bilder in die KI einspeist, sieht es noch oft lächerlich aus, schrecklich, wie Müll und die Qualität ist furchtbar. Ich habe jedoch Bilder eingegeben und festgestellt, dass KI in ihrer Absurdität eine Farbe irgendwo in meinem Bild in eine völlig lächerliche Farbe verwandelt hat. Das hat auch etwas Schönes. Was mir die KI geliefert hat, war meist völlig unbrauchbar, aber dank meiner 60-jährigen Erfahrung als Fotograf kann ich mir vielleicht fünf Prozent davon herausgreifen, um zu sehen, ob es in meinem Bild funktioniert. So kann man KI nutzen. Sie arbeiten immer noch als Künstler innerhalb der KI.  

Albert Watson: Jack Nicholson, Aspen, 1981 (Foto: TASCHEN Verlag/Albert Watson)
Albert Watson: Jack Nicholson, Aspen, 1981 (Foto: TASCHEN Verlag/Albert Watson)

Sie wurden in unsere „CALL 100“-Liste aufgenommen. Was inspiriert Sie derzeit?

Ich sitze hier in meiner großen Wohnung in Tribeca, von der meine Frau meist sagt, sie sei viel zu groß, hoch oben mit einer fantastischen Aussicht über New York. Hier haben wir eine riesige Bibliothek mit Tausenden von Büchern. Ich schaue mir ständig Bücher an. Als ich zuletzt in Paris war, habe ich mir Zeit genommen, um die Gerhard-Richter-Ausstellung im Louis-Vuitton-Museum zu besuchen. Ich war zwei Stunden lang dort. Jetzt liegt das Schiele-Buch „Living Landscapes“ vor mir. Gerhard Richter in Paris, Schiele in Tribeca. Multiplizieren Sie diese beiden Personen jetzt mit weiteren 400 oder 500, die mich inspirieren. Es  ist ein ständiger Strom von Einflüssen und Inspiration. 

© 2026 PANAREA Studios, Vienna. The House of CALL Magazine.
Das Gespräch wurde erstmals im CALL Magazin 05/2026 veröffentlicht.

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