Der Trend-Experte 2026: Harald Hölzl
Harald Hölzl ist Managing Director von Kia Austria und forciert in Österreich mit den neuen Modellen der 1944 gegründeteten Automarke die Elektromobilität.

Was erwarten Sie für das Jahr 2026?
Die Elektrifizierung wird in Österreich weiter konsequent voranschreiten. Die Modelle EV4 und EV5 sind im ganzen Jahr verfügbar und werden durch sportliche GT-Versionen mit Allradantrieb ergänzt. Nach unten rundet der vier Meter lange EV2 das Angebot ab und macht Elekromobilität endgültig massentauglich. Die echte Stärke von Kia zeigt sich im vollelektrischen Produktangebot. Bereits im Jänner auf der Brussels Motorshow feiert der EV2, in Europa gebaut, seine Weltpremiere. Mit vier Metern Außenlänge, platzsparend im Boden verbauten Akkus und den Innenraummaßen einer Klasse darüber ist er ideal auch für engere europäische Innenstädte. Das ermöglicht nicht nur großzügige Innenräume, sondern gibt den Kunden auch große Wahlfreiheit: Hot-Hatch wie beim EV4 oder SUV beim EV5.

Mit dem neuen PV5 gehen Sie in ein Segment, in das auch VW mit dem ID.Buzz vorstieß. Wo sehen Sie Chancen?
Für mich ist der Kia PV5 weit mehr als ein neues Modell; er markiert einen echten Wendepunkt für die elektrifizierte Mobilität in Österreich. Dass der PV5 soeben einstimmig zum „International Van of the Year 2026“ gewählt wurde – als erstes koreanisches Fahrzeug und zugleich erster elektrischer Van aus Asien überhaupt –, ist nicht nur eine Auszeichnung, sondern ein klares Statement für seine technologische und konzeptionelle Stärke. Ein Konzept, das sowohl Gewerbetreibende als auch Familien mit dem PV5 Passenger anspricht und das Potenzial hat, ein ganzes Segment zu verändern und unsere Position als Vorreiter in der Elektromobilität weiter zu stärken.
Ich sehe Kia beim Produkt, Technologien, Qualität und Design hervorragend aufgestellt. Das bestätigen die vielen Preise, die Kia in den vergangenen Jahren eingeheimst hat: der EV9 wurde 2024 „World Car of the Year“, 2025 der EV3. Diese Preise sind die „Oscars“ der Automobilindustrie. Das allein reicht aber nicht. Einerseits ist es nun wichtig, dass wir und unsere Handelspartner die neuen Zielgruppen effektiv adressieren und sie für eine Probefahrt in unsere Autos bekommen. Unsere Fahrzeuge sind dann sehr überzeugend. Und auf der anderen Seite ist es von enormer Bedeutung mit Mythen rund um die Elektromobilität aufzuräumen, was Praxistauglichkeit und Kosten der Fahrzeuge betrifft.

Wie wird unsere Mobilität in zwanzig Jahren aussehen?
In zwanzig Jahren wird Mobilität ein integriertes Ökosystem sein: Fahrzeuge sind permanent vernetzt, updaten sich selbst, buchen Services automatisch, kommunizieren mit Infrastruktur und anderen Verkehrsteilnehmern. Fahren wird sicherer, effizienter und für viele Menschen autonom möglich sein. „Fahre mich zu einem Parkplatz inklusive Ladefunktion im Umkreis von 500 Metern vom Salzburger Festspielhaus und lies mir die Hauptgründe für das Sinken des Bitcoins in den letzten 2 Wochen vor“, wird ein ganz alltäglicher Befehl sein.

Ein Kia-Marketing-Stunt sorgte im Sommer für Aufsehen, als zwei Vermummte in Wien eines Ihrer E-Autos mitten im Verkehr besprühten.
Wie der mobile PV5 Beichtstuhl mit Toni Faber zuletzt bewiesen hat, war das kein „One-hit-wonder“. Kia ist eine innovative, freche Marke. Unser Markenclaim lautet „Movement that Inspires“. Ich darf verraten, da kommt noch mehr.

© 2026 PANAREA Studios, Vienna. The House of CALL Magazine.
Das Gespräch wurde erstmals im CALL Magazin 05/2026 veröffentlicht



